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Lasst euch auf den Holzweg entführen! #AufdemHolzweg

by Anna Blenninger

Auf dem Holzweg zu sein, führt uns vielleicht nicht auf schnellstem Weg ans Ziel, kann aber sehr lehrreich sein… Zunächst einmal ganz wortwörtlich: woher kommt die Redewendung? Schon Anno 1234 eilte Tristan in den Versen des Dichters Ulrich von Türheim „über Holzwege hin“ – damals allerdings noch ganz ohne Hintergedanken. „Holzwege“ wurden in den Wald geschlagen, um die gefällten Stämme mit Pferden abzutransportieren. Deshalb führten sie auch selten von A nach B, sondern endeten in einer Sackgasse oder mitten im Dickicht. Das machte sich der Volksmund bildlich zu Nutze und verwendete die Redensart im heute bekannten doppelten Sinne. Kein anderer als Martin Luther warnte, dass die „Menschen auf den Holzweg“, also auf Irr- und Abwege, geraten seien.

 

Mitlesen bei den Museumsperlen

In die Irre führen wollen wir euch sicher nicht, sondern euch in Erwartung der diesjährigen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ (3. Mai bis 4. November 2018 im Kloster Ettal) jetzt schon mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne in die Natur locken: mit einer Artikelserie rund um die Themen Wald und Holz in den bayerischen Museen. In den nächsten Wochen werden wir Grün tanken, Landschaften und Natur bestaunen, mitten in München einen Hirsch sichten, Bienen besuchen, schauen, wie Bleistifte gespitzt werden und was schon die Römer in Bayern aus Holz fertigten. Denn mitten im Wald wartet so manche Museumsperle darauf, aufgelesen zu werden. Lest hier alle erschienenen Artikel zu #AufdemHolzweg!

 

Mitmachen in den Sozialen Medien

Spannende Wald- und Baum-Geschichten aus Bayerns Museen erwarten euch auch auf unserem Instagram- und Twitter-Account (@Infopointbayern), wo ihr in den kommenden Wochen Historisches, Technisches und Zeitgenössisches zum Waldbau, dem Wald als Lebensgrundlage und wichtigem Wirtschaftsfaktor, Einblicke in Fertigungs- und Produktionsprozesse, Geschichten rund um Bäume, Wälder und ihre Bewohner, Kunst aus Holz, Kunst mit Holz und Holz als Kunst, sowie ganz persönliche Holzwege finden könnt.

Natürlich seid ihr nicht nur zum Mitlesen, sondern auch zum Mitmachen herzlich eingeladen! Teilt eure Bilder und Geschichten unter dem Hashtag #AufdemHolzweg im sozialen Netzwerk eurer Wahl und werdet Teil der Aktion – ganz gleich, ob Blogger oder Institution, Kulturfrischling oder alter Museumshase.

Wo? Hier, auf dem Blog Museumsperlen, sowie unserem Instagram- und Twitter-Account (@Infopointbayern)
Wann? 9. April 2018 – Pfingsten 2018
Hashtag: #AufdemHolzweg

Wie ihr wisst, ist Holz nicht nur der älteste Werkstoff der Menschheit, sondern auch noch nachhaltig, modern und wunderbar vielseitig: Viele Handwerks- und Industriezweige nutzen Holz direkt oder indirekt. Einige davon werdet ihr in den kommenden Wochen genauer kennen lernen. Also kommt mit uns auf den Holzweg und lasst euch überraschen, wohin er uns in den nächsten Wochen noch führen wird!

 

Kommt mit auf den Holzweg: Alle Artikel der Serie #AufdemHolzweg

Bienenfleiß und Honigschlecken – Das Bayerische Bienenmuseum Illertissen

Zum Einstieg summt und brummt es – denn wir begeben uns auf die Spuren der Honigbiene, dem drittwichtigsten Nutztier des Menschen. Museumsleiter Walter Wörtz gibt Einblicke in das preisgekrönte Museum und die Welt der Insekten, die uns nicht nur leckeren Honig schenken, sondern einen entscheidenden Beitrag für das Leben auf unserem Planeten leisten.

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Imkerei damals und heute im Bienenmuseum Illertissen, Foto: Neonpastell GmbH, Augsburg

 

Donnergrollen und Windgeflüster – barocke Special Effects im Marktgräflichen Opernhaus Bayreuth

Heute lassen sich Geräusche aller Art bequem per Smartphone abspielen – doch wie entstanden Special Effects in den Opernhäusern der Barockzeit? Im Marktgräflichen Opernhaus Bayreuth könnt ihr die hölzernen Maschinen, mit denen sich sich die unterschiedlichsten Effekte produzieren lassen, in Aktion erleben.

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Etwas großer als ein Soundboard – zur Barockzeit kam Theaterdonner aus großes Holzmaschinen, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Wie totes Holz den Wald belebt – BIOTOPIA Naturkundemuseum Bayern

Seit Jahrhunderten werden in Deutschland Wälder wirtschaftlich genutzt. Doch welche Auswirkungen haben diese Eingriffe auf das Ökosystem Wald und wie hat sich die Forstwirtschaft seit dem Mittelalter verändert? Dominic Anders von BIOTOPIA nimmt uns mit in den Forst.

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Totholz wie dieser Baumstumpf dienen anderen Organismen in vieler Hinsicht – so etwa als „Wohnort“ für diese Pilzgruppe Graublättriger Schwefelköpfe.

Ohne Holz kein Reich – das Limeseum in Ruffenhofen

Ohne Holz nix los – das gilt für die alten Römer. Nicht nur der Grenzwall Limes, auch antike Häuser im besetzten Germanien wären ohne den Werkstoff nicht möglich gewesen. Das stellt heutige Archäologen vor vielfältige Herausforderungen, denn Holzfunde müssen aufwändig konserviert werden…

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Fachwerk alla romana: Die Rekonstruktion Flechtwerkwand erhebt sich über einem original antiken Schwellbalken, Foto: Heinl/ LIMESEUM

Vorsicht Wildwechsel! Der Waldpfad im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München

Wenn ihr meint, dass man Großwild nur auf einer Safari in Afrika entdecken kann, dann ist euch wohl die Wildschwein-Rotte mitten in München noch nicht begegnet… Hier könnt ihr auf dem Waldpfad des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums auf Tuchfühlung mit heimischen Wildtieren gehen.

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Mit Gamsfuß im Gepäck zur Landesausstellung- Das Stadtmuseum Kaufbeuren

Was hat ein präparierter Gamsfuss montiert auf einem Marmorsockel in der Sammlung des Stadtmuseums Kaufbeuren oder gar in der diesjährigen Landesausstellung zu tun? Petra Weber nimmt uns mit in das Leben seines Besitzers, dem Autor Ludwig Ganghofer.

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Briefbeschwerer aus dem Nachlass von Ludwig Ganghofer: präparierter Gamsfuß auf Marmorsockel, um 1900, Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. 2299

 

Wo gebitzelt wird, fallen Späne – das Handwerksmuseum in Deggendorf

Die Berufe Schreiner und Zimmermänner kennt jeder – aber wisst ihr auch was ein Bitzler macht? In Niederbayern finden wir die Antwort auf unsere Frage: Denn hier, im Bayerischen Wald, gibt es viele historische Tätigkeiten rund um den Werkstoff Holz.

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Die Machelkammer eines Bitzlers aus Lalling, Aufnahme aus dem Jahr 1990. Foto: Handwerksmuseum Deggendorf.

 

Ab ins Blaue: Natur- und Wort-Gewalten im Literaturhaus München

Nicht nur in die Machelkammer, auch in die Welt der Worte führt uns der Holzweg. Denn Natur und Literatur führen seit Jahrtausenden eine Beziehung miteinander. Textpassagen aus 2500 Jahren Weltliteratur – von Ovid bis Ingeborg Bachmann – feiern die Poesie, die Farben und die Kraft der Natur.

Literaturhaus München Guckloch auf Blumen

Blick auf die Blumen des (nicht ganz so) geheimen Gartens, die eigens für die Ausstellung, umgrenzt von einem Holzzaun, auf dem Salvatorplatz 1 blühen. Foto: Literaturhaus München

Welthölzer aus dem Bayerischen Wald – das Deutsche Zündholzmuseum in Grafenwiesen

Eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, die sich rasend schnell im Alltag verbreitete, ist das Zündholz. Produktionsstätten mussten also her! Eine dieser Fabriken befindet sich in Grafenwiesen, wo die bekannten Welthölzer bis in die 1980er Jahre hergestellt wurden. Dort ist man noch heute Feier und Flamme…

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Die große blaue Schachtel weist den Weg zum Deutschen Zündholzmuseum in Grafenwiesen. Foto: Hermann Holzer

Das älteste Dach Münchens – hoch hinauf im Alten Hof

Öfter mal nach oben schauen, könnte das Motto für diesen Beitrag lauten. Denn mitten in der Stadt und doch verborgen liegt der älteste Dachstuhl Münchens im Alten Hof. Wo früher Korn und später Finanzakten lagerten, sprechen die alten Holzbalken heute über vergangene Zeiten. Man muss nur gut zuhören!

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Jeder Balken erzählt eine Geschichte, Foto: Alois Wieshuber

 

Augen und Ohren auf – Natur trifft Kultur im Isartal

Sinnlich und alpin geht es auf unserem letzten Streckenabschnitt zu: wir nehmen Kurs auf die Berge und besuchen das Geigenbaumuseum in Mittenwald. Es ist eines von drei alpennahen Museen in der Region Isartal, die sich für die Ausstellung Mit künstlerischem Gespür – Natur und Kultur als Inspiration zusammen getan haben…

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Abb. ganz oben: Grafik: Anna Blenninger

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