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Museen mal anders – die digitalen Angebote der Münchner Museen

by Theresa Geßler

Gute Neuigkeiten! Die Münchner Museen dürfen, ebenso wie alle Museen in Bayern, ab dem 11. Mai wieder ihre Tore öffnen! Die digitalen Angebot stehen aber natürlich weiterhin zur Verfügung. Museen sind seit geraumer Zeit bereits in großer Zahl im digitalen Raum präsent, sei es über die sozialen Medien oder mit ihren digitalisierten Beständen. So zeigen die Museen auf unterschiedlichste, kreative, reichhaltige und informative Weise ihr Haus und die Sammlung in digitalisierter Form. Mit Augenzwinkern und tollen Aktionen, laden sie uns alle ein, dabei zu sein, mitzumachen und uns einfach mal in der digitalen Version treiben zu lassen…

Wir stellen euch hier die riesige Menge Online-Sammlungen und -Ausstellungen, die Angebote für Kinder und Familien, Blogs, Audio- und Videoangebote und die Social Media Aktionen der Münchner Museen vor. So könnt ihr in der Lunch Pause bei der Sammlung Schack vorbei schauen, zur Ablenkung nach dem Schulunterricht mit euren Kindern auf YouTube das Deutsche Museum erkunden oder doch trotz #stayathome eine Kunstreise in ein noch unbekannteres Museum antreten – aber eben im digitalen Raum.
Und aus fünf Minuten werden garantiert ein paar mehr …. Viel Spaß beim Stöbern!

Viele weitere digitale Angebote von Museen und Schlössern aus ganz Bayern findet ihr in unserer praktischen Übersicht. Einen umfangreichen Überblick über die Münchner Museen erhaltet ihr außerdem unter www.museen-in-muenchen.de. Auch hier wird die Liste der digitalen Angebote immerzu aktualisiert! Wir haben zudem eine Liste mit Museumsapps zusammengestellt, von denen einige auch von zuhause aus nutzbar sind.

Museen mal anders - die digitalen Angebote der Münchner Museen
Die Online Sammlung des Lenbachhauses lädt zum Entdecken ein

Online Sammlungen

Ihr vermisst eure Lieblingsgemälde im Lenbachhaus? Dann findet ihr hier die Online Sammlung. So könnt ihr in der Sammlung online recherchieren und so lange ihr wünscht, vor eurem favorisierten Werk verweilen – ohne Störung im Sichtfeld durch andere Besucher.

Welche Abteilung besucht ihr jedes Mal im Deutschen Museum? Auf welche Objekte freut ihr euch besonders, wenn der Besuch wieder möglich ist? Das Museum könnt ihr zum Glück auch digital entdecken. Die Highlights des Museums sind in der Kategorie „Meisterwerke der Technik“ zu finden.

Die Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst, Sammlung Schack und weitere Staatsgalerien) haben ebenfalls eine umfangreiche Online Sammlung. Das Museum Brandhorst zeigt auf seiner Homepage die Werke, die derzeit im Museum ausgestellt werden. Durch die Alte Pinakothek könnt ihr seit Neustem sogar virtuell spazieren! Die Live-Führungen durch die Häuser sind außerdem weiterhin auf den Instagram-Account der Museen zu finden.

In der Online Sammlung des Münchner Stadtmuseums werden Kunstwerke aus allen Sammlungsschwerpunkten des Hauses in digitaler Form gezeigt. So  gewinnt man einen Überblick über den umfangreichen Bestand des Hauses von der angewandten Kunst, bis zur Stadtkultur. Ihr könnt euch auf der Website des Museums zahlreiche Videos anschauen, zum Beispiel einen Rundgang durch die Ausstellung „BIER.MACHT.MÜNCHEN“.

Die Moncensia im Hildebrandhaus ist das literarische Gedächtnis der Stadt München. Unter Monacensia digital, kann man den Fortschritt der Digitalisierung der Sammlung nachvollziehen und zu vielen Themen recherchieren.

Nach den verschiedenen kulturgeschichtlichen Epochen eingeteilt, wird die Sammlung des Bayerischen Nationalmuseums lebendig. So kann sich jeder ein Bild europäischer Kunst und Geschichte machen. Auszüge aus dem umfangreichen Datenpool mit Angaben zum Standort in der Dauerausstellung des Bayerischen Nationalmuseums und seinen Zweigmuseen können in der Objektdatenbank abgerufen werden. Auf dem Youtube-Kanal wurden außerdem einige #BNMLieblingsstücke der Museumsmitarbeiter*innen präsentiert.

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte stellt die Zugänge zu digitalen Datenbanken zusammen. Dadurch werden Recherchen z.B. in der Forschungsdatenbank für Hochschulnachrichten Kunstgeschichte oder in bestimmten kunsthistorischen Veröffentlichungen ermöglicht.

Die umfangreiche Fotografie-Sammlung des Museums Fünf Kontinente ist ebenfalls online einsehbar und wird ständig erweitert.

Es ist spannend, wie viele Werke zu einem Stichwort zu finden sind. Schaut doch mal in einer Online Sammlung vorbei und stellt euch eure eigene Ausstellung zusammen. Was ist zum Beispiel zum Thema Hut, Sonne, Kinder usw. zu finden?

Museen mal anders - die digitalen Angebote der Münchner Museen
Die Alte Pinakothek kann jetzt von zuhause aus besucht werden!

Sonder-und Dauerausstellungen virtuell besuchen

Neben den Sammlungen können auch viele Ausstellungen virtuell besucht werden, egal ob ständige Präsentation oder Sonderausstellung. Eine gute Übersicht findet ihr auch auf der Homepage des neuen Projektes  #beapart des BBK München und Oberbayern e.V. in Zusammenarbeit mit dem DG Kunstraum und der PLATFORM München. Institutionen und Künstler*innen aus München und Oberbayern präsentieren hier innovative Ausstellungskonzepte, die in Zeiten von Corona noch funktionieren oder gerade erst entwickelt werden.

Die Ausstellung „Adam, wo bist du?“ des Jüdischen Museums München könnt Ihr auch online entdecken. Die Kunstinstallation von Ilana Lewitan erkundet in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt.

Der DG Kunstraum, die Kunstpastoral der Erzdiözese München/Freising sowie das Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aktivieren durch eine Online-Ausstellung auf www.kunst-netz-werk.online  einen digitalen Dialog mit der Bildenden Kunst.

Das Valentin-Karlstadt Musäum bietet euch einen virtuellen Rundgang durch das Museum an: also schaut’s eina! Hier findet ihr übrigens den Blog des Freundeskreises des Museums.

Das Archiv Geiger hat einen virtuellen Spaziergang durch die Leipziger Ausstellung „Rupprecht Geiger– Geist und Materie“ online gestellt.

Die Kunsthalle München hat die erfolgreichen Ausstellungen „Du bist Faust“ und „Mit Leib und Seele. Münchner Rokoko von Asam bis Günther“ als digitalen 360-Grad-Rundgang inklusive Audioguide veröffentlicht.

Eine Übersicht über die digitale Umsetzung der Ausstellung „Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Sprecherin“ in der Monacensia in München findet ihr hier.

Die Sammlung Goetz zeigt einen Teil der Sammlung und Tipps für Kinder ihrer Website.

Im Haus der Kunst stehen euch Audiorundgänge zu der aktuellen Ausstellung „Innenleben“ zur Verfügung. Auch der Soundtrack zur Ausstellung „Theaster Gates“ ist hier zu finden. Und sogar einen Ausstellungsfilm zur aktuellen Ausstellung „Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives“ gibt es!

Museen mal anders - die digitalen Angebote der Münchner Museen
Die „Federn-Zenzi“, ein Münchner Original aus der Ausstellung „München. Schau her“, derzeit online und hoffentlich dann bald auch wieder in der Bayerischen Staatsbibliothek. Foto: Georg Fruhstorfer, 1948 © BSB

DieAusstellung „München. Schau her!“ in der Bayerischen Staatsbibliothek könnt ihr virtuell besuchen.

Ihr habt einen Lieblingssaal in der Alten Pinakothek? Dieser ist für euch, samt seiner Gemälde im virtuellen Raum erlebbar. Dies gilt auch für die Museen Neue Pinakothek (Hängung vor der Schließung 2018), Sammlung Schack und die Sammlung Moderner Kunst in der Pinakothek der Moderne.

Seit 2017 zeigt das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum die Ausstellung „Wasserwelten – Fischgeschichten“. Von der Quelle bis zur Mündung könnt ihr hier durch die heimische Unterwasserwelt spazieren und sich von Fischen selbst berichten lassen, welche Lebensräume sie gerne haben, wie sie leben und was die Menschen für sie tun können. Und das auch virtuell!

Beim virtuellen Rundgang des Deutschen Museums könnt ihr in der Schiffsabteilung sogar „Kapitän Blaubär“ entdecken und durch die unterschiedlichen Abteilungen des Museums laufen. Auf der Website des Museums findet ihr noch viele weitere Angebote.

Museen mal anders - die digitalen Angebote der Münchner Museen
Das Ägyptische Museum bietet euch viele Spiele und Malvorlagen zum Download an

Angebote für Kinder und Familien

Stressfrei durch die Museen für Eltern mit Kindern, denn anfassen können sie hier nichts…Die virtuellen Rundgänge ermöglichen euch und euren Lieben einen Besuch der favorisierten Abteilungen z.B. im Deutschen Museum oder in der Alten Pinakothek. Darüberhinaus gibt es aber auch spannende Angebote speziell für Kinder.

Das Projekt „Kunst und Spiele“ der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ermöglicht bereits den Allerkleinsten auf spielerische Art und Weise erste Schritte ins Museum. In drei Videos als „Kamishibai-Theater“ wurde das Format digital umgesetzt.

Das Ägyptischen Museum bietet allerlei Mal- und Bastelvorlagen für Kinder im „SMÄK digital“  Download Bereich an. In ihrem neuen Videoformat „Frag den Ägypter!“ werden Fragen zum Alten Ägypten spielerisch erklärt und es können sogar selber Fragen eingesendet werden!

Mit NEON der Maus können Kinder das Archiv Geiger kennen lernen. Sie nimmt euch mit auf eine Reise in eine sehr farbige Welt: die des Rupprecht Geigers.

Weitere Angebote für Kinder und Jugendliche könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen.

Die Museen in den sozialen Medien

Ob Museumsleitung, Kurator*innen oder Kunstvermittler: Personen aus dem Museum nehmen uns Besucher mit auf einem Rundgang durch Ausstellungen und ständige Sammlungen auf beispielsweise Instagram oder YouTube. Der gelebte Enthusiasmus ist hier spürbar und so werden uns ganz persönliche Einblicke in die jeweiligen Museen gewährt.

Unter zahlreichen Hashtags versammeln sich Kulturinstitutionen im Netz, um weiterhin spannende Inhalte zu teilen. Schaut euch einfach mal auf  #museumsfromhome#DigAMus#closedbutopen#KulturDigital, #DigitalMuseum, #KulturimNetz#culturedoesntstop und vielen weiteren Hashtags um! Hier der Link zu unserem Twitter-Account.

Zum Mitmachen regen die Aktionen des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) an: Rund ums Thema „Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik“ werden einfache Bastelanleitungen erstellt, die euch Museumsobjekte nach Hause bringen und zum Gestalten inspirieren! Auf Facebook und Instagram werden täglich die neuen Aktionen verlinkt. Wenn ihr eure Kunstwerke zeigen wollt, verwendet den Hashtag #MPZupcycling.

Das Museum Villa Stuck unterhält euch unter #stuckathome mit einem vielfältigen Online-Angebot. Jeden Dienstag um 13.30 Uhr beantwortet Michael Buhrs zum Beispiel unter #askthedirector im Livestream eure Fragen.

Auf dem Infopoint Instagram-Account und dem Account des Museumportals München könnt ihr noch viele weitere Projekte entdecken – wir haben extra ein Story-Highlight eingerichtet, damit ihr den Überblick behaltet!

Blogs

Auch Museen und Schlösser führen „Tagebuch“. In den Blogs werden Ausstellungen oder besondere Themen gesondert vor-und intensiv dargestellt. Flott und verständlich geschrieben, bekommen wir einen spannenden Eindruck in die wissenschaftlichen Arbeiten der Häuser vermittelt. Auch ein Blick hinter die Kulissen zeigt uns, mit welchem Fingerspitzengefühl, Herzblut und Einsatz die Museumsleute ihre Häuser und damit Sammlungen führen.

Hier einige Beispiele: Archiv Geiger, Bayerische Schlösserverwaltung , Deutsches Museum , Haus der Kunst, Jüdisches Museum, Lenbachhaus, Museum Villa Stuck, Pinakotheken / Bayerische Staatsgemäldesammlungen, MVG Museum, Zentralinstitut für Kunstgeschichte.

Video und Audio

Ob kurzer Museumsrundgang, Interviews mit Künstler*innen oder ein Blick „hinter“ die Kulissen im Museum, dies alles findet ihr als filmisches Angebot auf YouTube wieder. Wer nicht nur sehen will, kann auch hören. In Podcasts und anderen werden Forschungsergebnisse vermittelt und Kuratoren führen uns durch ihr Museum bzw. durch eine Sonderausstellung.

Beim Digitalen Wochenende der Museen öffneten Museen ihre Türen: das MUCA (Museum of Urban and Contemporary Art) München war mit einer Führung durch das Museum und die Street-Art-Ausstellung „Time Capsule“ dabei. Durch das Deutsche Museum führte der Generaldirektor Wolfgang M. Heckl  in einem Video.

Das NS-Dokumentationszentrum München veröffentlicht vom 18. bis 28. Juni täglich in insgesamt 11 Folgen die neue Podcastreihe History is not the Past, die Beiträge und Diskussionen von Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Kurator*innen, Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Musiker*innen über Gegenwartsfragen und Zukunftsszenarien im Spannungsfeld von Geschichte, Gesellschaft und Kultur nachzudenken versammelt. Für die künftige Gestaltung der Gesellschaft ist der Blick in die Vergangenheit unerlässlich, denn ohne Erinnerung verlieren wir unsere Zukunft.

Die Mediathek des Museum Brandhorsts beinhaltet neben den aktuellen Programmheften (mit vielen spannenden Beiträgen zur aktuellen Ausstellung) und auch Künstler-Interviews.

Die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst waren sogar schon im Fernsehen: die Sendung „Museums-Check“ in 3SAT mit Konstantin Wecker gibt einen schönen Einblick in das Museum und die noch laufende Ausstellung „Forever Young“.

Auch die bayerischen Schlösser können online erkundet werden: zum einen als Film, aber auch als 3D Visualisierungen!

Die Münchner Volkshochschule (MVHS) bietet ebenfalls ein vielfältiges Videoangebot auf ihrem Youtube-Kanal an.

Das Deutsche Museum – geheimnisvolle Zahlenreihen, das Spektrum der Sonne oder Glasfaserkleider… Der Podcast des Deutschen Museums erzählt viele spannende Geschichten, gibt aber vor allem Einblick in aktuelle Forschungsprojekte, die hinter den Kulissen eines der meistbesuchten Museen in Deutschland stattfinden.

Und natürlich gibt es noch Plattformen , die nicht nur Objekte und Museen aus München beinhalten, sondern Inhalte aus Bayern, Europa oder der ganzen Welt sammeln.

bavarikon – das Internetportal des Freistaats Bayern präsentiert zahlreiche Kunst-, Kultur- und Wissensschätze aus Einrichtungen in Bayern. Von Urkunden und Archivalien, Handschriften und archäologischen Funden über Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Fotografien bis hin zu Stadtplänen, Landkarten und Vielem mehr – in bavarikon kann man stundenlang auf Entdeckungsreise durch die bayerische Geschichte gehen. Hier sind auch die ca. 3400 Objekte der Staatlichen Münzsammlung  zu finden. Es kann gezielt nach Objekten aus einzelnen Jahrhunderten und verschiedenen Objekttypen recherchiert werden.

BR Kulturbühne – der Bayerische Rundfunk bringt auch in Zeiten von Corona Kultur zu euch nach Hause – von Musik, über Theater, bis zur Literatur…und natürlich sind auch die Museen dabei!

Europeana – mit über 50 Millionen Kunstwerken, Artefakten, Büchern, Videos und Audios aus ganz Europa bietet die Website einen riesigen Überblick.

Google Arts & Culture – das Projekt lädt euch auf Online Rundgänge und Reisen zu Sehenswürdigkeiten und berühmten Sammlungen in der ganzen Welt ein.

Bild ganz oben: Bei der Restaurierung des Gemäldes wurden die acht Engel entdeckt, die auf Wolken schweben… Raffael, Heilige Familie Canigiani, ca. 1507, Detail, Zwischenzustand aus der Restaurierung von 1983, Öl auf Holz, 131 x 107 cm © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München

Aislinn Merz, Nathalie Schwaiger & Theresa Geßler

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