Home Ausflugsperlen Franz Marc Jahr 2016: Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse

Franz Marc Jahr 2016: Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse

by Infopoint

Drei Hauptwerke Franz Marcs kehren für kurze Zeit aus den USA und Europa in die vom Maler so geliebte Landschaft zurück.

Am 4. März 2016 jährte sich der Todestag Franz Marcs zum 100. Mal. Die Erinnerung an diesen wichtigen Vertreter der Moderne und Protagonisten des „Blauen Reiters“, der im Ersten Weltkrieg in der Nähe von Verdun starb, wird durch seine großen Tierbilder beherrscht. Das „Blaue Pferd“, der „Gelbe Tiger“, die „Roten Rehe“ haben sich ins kollektive Bildgedächtnis eingeprägt. Bis heute sind die Werke des Malers, der sich fragte „wie sieht ein Tier die Welt, oder ein Adler, ein Reh oder ein Hund?“ äußerst populär und beliebt. Seine Hauptwerke sind wahre Ikonen im Kreis der Lieblingswerke der Moderne.

Das Franz Marc Museum feiert die Erinnerung an den Maler, der zu
den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus gehört, mit drei wichtigen Ausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen. Drei seiner Hauptwerke werden als Leihgaben aus großen Sammlungen in Europa und USA in das dem Maler gewidmete Museum nach Kochel, und damit in die von Franz Marc besonders geliebte und ihn inspirierende Landschaft (zurück)kommen. „Das arme Land Tirol“ aus dem Guggenheim Museum in New York ist eines der wichtigsten Gemälde Marcs. Es entstand Anfang 1913. Diese durch eine Tirolreise Marcs inspirierte Landschaft ist von unerklärlicher Melancholie und vager Bedrohung geprägt und wirkt wie eine Vorahnung auf den bevorstehenden ersten Weltkrieg. Die „Weidenden Pferde IV“ aus dem Busch-Reisinger-Museum in Cambridge, stehen als eine der wichtigsten Bildschöpfungen Franz Marcs im Jahr 1911 neben seinen berühmten Gemälden „Blaues Pferd“ und „Pferd in Landschaft“. Als eines der letzten Gemälde Franz Marcs entstand 1914 „Kämpfende Formen“ aus der Pinakothek der Moderne in München. Es gehört zu den abstrakten Kompositionen, die Franz Marc vor seinem Aufbruch in den Ersten Weltkrieg schuf.

Die bewusst zelebrierte Konzentration auf drei Hauptwerke des Malers im Dialog mit der bedeutenden Sammlung des Museums, soll die immense Wirkung, die von diesen auratischen Bildern ausging und die auch 100 Jahre nach dem Tod des Malers noch gegenwärtig ist, am Ort ihrer Entstehung feiern.

Nicht verpassen: Besichtigung der Wandbilder auf der Staffelalm

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Franz Marc, Blick von der Staffelam, 1903, Franz Marc Museum, Kochel am See, Franz Marc Stiftung

1901 und 1902 verbringt der Kunststudent Franz Marc die Sommermonate auf der Staffelalm oberhalb von Benediktbeuern und Kochel a. See. Marc war mit dem Senner Hans Müller befreundet und so zeichnet und malt er nicht nur in der Natur, sondern bemalt auch die Wände der Stube. Marcs berühmte Wandgemälde sind eigentlich nur einmal im Jahr, am Tag des offenen Denkmals, zu besichtigen. Anlässlich des Franz Marc Jahres bietet die Tourist Information Kochel a. See vier Termine für eine geführte Wanderung zur Staffelalm mit Besichtigung der Wandbilder an.

Termine: 03. Juni, 01. Juli, 06. August, 11. September 2016
Anmeldung: www.kochel.de

Ausstellungstrilogie: Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse

Das arme Land Tirol, 6. März bis 5. Juni 2016
Weidende Pferde IV, 12. Juli bis 11. September 2016
Kämpfende Formen, 18. September 2016 bis 15. Januar 2017

Mit unserem nächsten Artikel tauchen wir tiefer ein in die Welt des Franz Marc Jahrs! Ein Interview mit Frau Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy, der Direktorin des Franz Marc Museums in Kochel am See, beantwortet spannende Fragen zu den besonderen Ereignissen in 2016.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See
Tel. 08851/92488-0

 

Jana Walter & Anna Blenninger

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