Home Museum digital #EntarteteKunstKM – tweetup #WiderDasVergessen am 18. Juli 2016 im Kallmann-Museum

#EntarteteKunstKM – tweetup #WiderDasVergessen am 18. Juli 2016 im Kallmann-Museum

by Infopoint

Ein Gastbeitrag von Katharina Hiery M. A., Kallmann-Museum Ismaning.

„Entartete Kunst“ in München

Vor genau 79 Jahren, am 18. und 19. Juli 1937, eröffneten in München die für die NS-Kulturpolitik wichtigsten Ausstellungen: zuerst die „Große Deutsche Kunstausstellung“ im neugebauten „Haus der deutschen Kunst“ (heute: Haus der Kunst), einen Tag später die Femeschau „Entartete Kunst“ wenige hundert Meter entfernt in den Hofgartenarkaden.

Traurige Berühmtheit erlangte die Ausstellung „Entartete Kunst“, weil sie der Höhepunkt der unvorstellbaren Diffamierungsaktionen der modernen Kunst im Dritten Reich war, die mit Berufsverboten, Beschlagnahmen und Schandausstellungen zwei ganze Künstlergenerationen der Avantgarde aus dem Bewusstsein tilgen wollten. Rund 1.600 Künstler und Künstlerinnen wurden als „entartet“ diffamiert. Diese schiere Menge zeigt bereits das Ausmaß der kulturellen Tragödie, an der die meisten Künstler auch nach dem Krieg zu tragen hatten. Standen sie im Dritten Reich vielfach noch am Anfang ihres, dann ruinierten, Berufslebens, so gerieten die meisten nach dem Krieg in Vergessenheit.

#EntarteteKunstKM - tweetup #WiderDasVergessen am 18. Juli 2016 im Kallmann-Museum
Blick in die Ausstellung "entartete Kunst - Verfolgung der Moderne im NS-Staat im Kallmann-Museum, Foto: Kallmann-Museum Ismaning
#EntarteteKunstKM - tweetup #WiderDasVergessen am 18. Juli 2016 im Kallmann-Museum
Foto: Kallmann-Museum Ismaning
#EntarteteKunstKM - tweetup #WiderDasVergessen am 18. Juli 2016 im Kallmann-Museum
Blick in die Ausstellung "entartete Kunst - Verfolgung der Moderne im NS-Staat im Kallmann-Museum, Foto: Kallmann-Museum Ismaning

Ausstellen und twittern #WiderDasVergessen

Es ist das Verdienst privater Sammler wie Gerhard Schneider, dass diese vielen Schicksale nicht vergessen wurden. Aber es ist unser aller Verantwortung, sie auch nach außen zu tragen, damit sie von allen gehört werden. Deswegen hat sich das Kallmann-Museum für zeitgenössische und moderne Kunst in Ismaning dazu entschlossen die aktuelle Ausstellung „Entartete“ Kunst – Verfolgung der Moderne im NS-Staat (läuft noch bis zum 11.9.2016) zum ersten Mal mit einem tweetup zu begleiten.
Am nächsten #MuseumMonday, am 18. Juli, am Vorabend des Jahrestags der Eröffnung der Münchner Femeschau, wird es unter dem Hashtag #EntarteteKunstKM ein tweetup aus den Räumen der Ausstellung geben, das sowohl die ausgestellten Künstler und Werke, wie auch die Rolle der historischen Ausstellung „Entartete Kunst“ beleuchtet. Wir laden alle Twitterer, Blogger, Instagramer und Snapchater herzlich dazu ein, mitzumachen und eine #Kulturflut #WiderdasVergessen auszulösen!

Anfahrt Kallmann-Museum Ismaning:

  • S 8 Richtung Flughafen bis Ismaning, dann zu Fuß ca. 10 Minuten
  • U6 Garching Forschungszentrum bis Studentenstadt, dann Bus 231 Ismaning bis Parkstraße
  • Adresse: Kallmann-Museum, Schloßstr. 3b, 85737 Ismaning

Die Ausstellung „Entartete“ Kunst – Verfolgung der Moderne im NS-Staat (kuratiert von Rasmus Kleine und Gerhard Schneider in Zusammenarbeit mit StudentInnen der Kunstgeschichte der LMU München) ist noch bis zum 11. September im Kallmann-Museum Ismaning zu sehen.

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