Home Ausflugsperlen Stille Nacht? – Museen für Weihnachtsmuffel 2017
Museen für Weihnachtsmuffel

Stille Nacht? – Museen für Weihnachtsmuffel 2017

by Infopoint

Ehe man sich versieht, ist es schon wieder soweit: Nur noch 10 Tage bis Weihnachten! Also eine gute Woche noch, bevor man mit der gesamten Familie unter dem Christbaum Weihnachtslieder singt, sich gegenseitig beschenkt und natürlich nach Herzenslust schlemmt, während im Hintergrund „Jingle Bells“ & Co. ertönen…

„Wie bitte, nur noch 10 Tage?“, werden sich vielleicht einige von euch denken. „Gerade erst war doch noch Halloween? Ich muss noch so viele Geschenke besorgen! Und dann wäre da auch noch das letzte Meeting des Jahres mit dem Chef und dazu noch die Firmenweihnachtsfeier, ach ja und der Christbaum muss auch noch geschmückt werden!“
Die To Do-Liste kann einem in der Vorweihnachtszeit schon mal unendlich lang vorkommen. Da geht auch schon mal die Puste aus!

Deshalb lautet unsere Botschaft an alle Weihnachtsmuffel, die sich eine Auszeit von der stressigen (Vor-) Weihnachtszeit nehmen wollen und an alle, die sich darüber ärgern, dass bereits im September die Supermarktregale mit Weihnachtsgebäck gefüllt sind:
Auch dieses Jahr lassen wir euch nicht im Stich und präsentieren euch ein komplett weihnachtsfreies Ausstellungsprogramm:

Weihnachtsöffnungszeiten ausgewählter bayerischer Museen

Nürnberg: Eine Übersicht der Weihnachtsöffnungszeiten der Nürnberger Museen findet ihr hier

Würzburg: Museum für Franken, geöffnet am 26.12., 10-16 Uhr

Augsburg: Kunstsammlungen und Museen Augsburg, geöffnet am 25.12., 26.12., sowie an Neujahr, 10-17 Uhr

München: Pinakotheken, Museum Brandhorst und Sammlung Schack, geöffnet am 26.12., Neujahr, sowie am 06.01.

5 sehenswerte und garantiert nicht-weihnachtliche Ausstellungen für Weihnachtsmuffel

 

Gemäldegalerie Dachau: Önningeby – Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln

3. November 2017 bis 11. März 2018, 25.-26.12. von 13 bis 17 Uhr geöffnet

Vollkommen unweihnachtlich, aber dennoch stimmungsvoll präsentiert sich die Ausstellung „Önningeby – Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln“. Benannt nach ihrem Standort im finnischen Dorf Önningeby auf der Inselgruppe Åland wurde die Künstlerkolonie um 1880 vom Landschaftsmaler Victor Westerholm gegründet.
Die Landschafts- und Porträtbilder der Koloniekünstler, von denen rund die Hälfte weiblich waren, lassen den Betrachter das friedliche Zusammenleben, die klirrende Kälte und die Ruhe der unberührten Natur Finnlands förmlich spüren.
So verwundert es nicht, dass Westerholm dieses Fleckchen Erde zum „besten Platz auf der ganzen Welt zum Malen“ erklärte.

Stille Nacht? - Museen für Weihnachtsmuffel 2017

Helmi Sjöstrand: Strandlandschaft mit Segelboot, um 1890. Foto: Önningeby Museum

Kindermuseum München: Nur Müll? – Eine Mitmachausstellung für Tonnenforscher, Rohstoffsammler und Wertentdecker

15. Juli 2017 bis 8. April 2018, 25.-26.12. von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Genauso selbstverständlich wie die Dinge, die wir Tag für Tag konsumieren, ist auch der Müll, der aus ihnen entsteht. In Deutschland produziert jede Person rund eine halbe Tonne davon im Jahr.
Doch wohin kommen unsere ganzen Essensreste, kaputten Handys oder abgetragenen Kleidungsstücke? Deckel zu und fertig? Welche Stationen durchlaufen sie in ihrer Verwertung, nachdem wir sie in die Mülltonnen geworfen haben?
Diesen Fragen können Kinder ab 5 Jahren nun in der Ausstellung „Nur Müll?“ im Kindermuseum München nachgehen.
Entdeckt in den Wertstoffcontainern verschiedene Gegenstände, erforscht, aus welchem Material sie bestehen und wie man sie richtig entsorgt. Zudem lernt ihr, was man tun kann, um Abfälle zu vermeiden.

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Abfall aller Art wartet im Kindermuseum München darauf, von neugierigen Tonnenforschern unter die Lupe genommen zu werden. Foto: Kindermuseum München

Stadtmuseum Erlangen: Herlinde Koelbl – Mein Blick. Fotografien 1980 – 2016

25. November 2017 bis 25. Februar 2018, 25.-26.12. von 11 bis 17 Uhr geöffnet

Huch, was ist denn hier passiert? Erleidet die Dame auf dem Foto gerade einen Frisierunfall oder folgt sie doch dem neuesten Trend in Sachen Haarstyling? Dieses witzige und geheimnisvolle Porträt ist Teil der Ausstellung „Herlinde Koelbl – Mein Blick. Fotografien 1980 – 2016“, die das vielfältige Werk der Fotografin aus 36 Jahren zeigt.
Mit dem Interesse, „das Wesentliche des Menschseins“ zu erkunden, erschafft die Fotografin Herlinde Koelbl mit Intelligenz und Ironie intime Porträts, die nicht nur die Gesichtszüge und Ausstrahlung des Porträtierten, sondern auch die gesellschaftliche Realität, in der wir alle leben, in den Fokus stellen. Die Unverfälschtheit ihrer Arbeiten verdankt Herlinde Koelbl folgendem Grundsatz:
„Ich gebe [dem Porträtierten] Zeit, nicht funktionieren zu müssen, sondern sein zu können.“

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Herlinde Koelbl: Haare, 2003. Foto: Herlinde Koelbl

 

Museum im Kulturspeicher Würzburg: AUFSTAND! Renaissance, Reformation, Revolte im Werk von Käthe Kollwitz

Nur noch bis 14. Januar 2018 zu sehen! Am 26.12. geöffnet

Aufstände, Revolten und Kriege prägen die Menschheit schon seit Jahrtausenden und sind heute leider immer noch allgegenwärtig.
Dementsprechend zieht sich das Motiv „Krieg“ wie ein roter Faden durch die Kunstgeschichte.
Zum 150. Geburtstag der Künstlerin Käthe Kollwitz wurde nun in Kooperation mit dem Käthe-Kollwitz-Museum Köln in Würzburg eine Ausstellung zu Kollwitz’ zweitem Zyklus „Bauernkrieg“ (1902-1908) erarbeitet.
Die sieben Radierungen und Lithografien der Werkreihe erzählen die bewegende Geschichte des Deutschen Bauernkrieges von 1524-1526, in dem Bauern gegen den Adel für mehr Rechte sowie die Aufhebung der Leibeigenschaft kämpften. In diesem Konflikt wird auch bedeutenden Reformatoren wie Martin Luther und Ulrich Zwingli eine bedeutende Rolle zugeschrieben.
Noch bis zum 14. Januar 2018 zeigt das Museum im Kulturspeicher Würzburg die ausdrucksstarken Zeichnungen von Käthe Kollwitz, deren Thematik auch fast 500 Jahre nach dem Bauernkrieg gesellschaftlich relevant ist.

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Käthe Kollwitz, Losbruch, Blatt 5 der Folge „Bauernkrieg“, 1092/03, Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta sowie Vernis mou mit Durchdruck von zwei Stoffen und Zieglerschem Umdruckpapier, Käthe Kollwitz Museum Köln. Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln

Museum Villa Stuck München: RICOCHET #11. Hisako Inoue. Die Bibliothek der Gerüche

Nur noch bis 14. Januar 2018 zu sehen! 25.-26.12. geöffnet

Hmm, was gibt es herrlicheres, als auf eine kleine Erinnerungsreise zu gehen, wenn ihr eure Lieblingsdüfte erschnuppert? Sei es der Duft von frisch gebackenen Plätzchen aus der Bäckerei um die Ecke, der einen gedanklich direkt wieder in Omas Küche bringt oder der Geruch von frisch gewaschener Wäsche, der an faule Sonntage im Bett erinnert. Keiner unserer fünf Sinne ist so mit Erinnerungen und Gefühlen verbunden wie der Geruchssinn.
Dieses Potenzial nutzt die japanische Künstlerin Hisako Inoue in der multisensorischen Ausstellung „Die Bibliothek der Gerüche“ im Museum Villa Stuck, in der die Beziehung zwischen Mensch und Buch im Mittelpunkt steht. In den Historischen Räumen des Museums wartet Inoues Sammlung antiquarischer Bücher darauf, von allen fünf Sinnen der Besucher, besonders aber von deren Geruchssinn erforscht zu werden. Die Gerüche der Bücher fungieren hier als Kommunikationswerkzeuge zwischen Gefühlen und Erinnerungen und regen zum Erfahrungsaustausch zwischen den Besuchern an.
Am 10. Januar 2018 von 11-15 Uhr bietet das Museum Villa Stuck einen Workshop an, in dem anhand von verschiedenen Geruchsbeispielen das Zusammenspiel von Geruch, Gefühl und Erinnerung erfahren werden kann. Hier lernt ihr auch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Gerüchen zwischen Deutschland und Japan kennen.
Geht gemeinsam auf eine persönliche Erinnerungsreise durch die Welt der Gerüche!

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Museum Villa Stuck, RICOCHET #11. Hisako Inoue – Die Bibliothek der Gerüche, Foto: Nikolaus Steglich

Lust auf mehr Museumstipps? Dann schaut bei unseren Ausflugsperlen vorbei!

Abb. ganz oben: Grafik: Anna Blenninger

 

Sophie den Toom

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