Home Ausflugsperlen Oh du Fröhliche – Museen für Weihnachtsmuffel 2016

Oh du Fröhliche – Museen für Weihnachtsmuffel 2016

by Sabine Wieshuber

Die Adventszeit ist eigentlich eine besinnliche Zeit. Doch genauso wie es viele Menschen gibt, die sich bereits am 27. Dezember auf das nächste Weihnachtsfest freuen, so gibt es auch diejenigen, die sich an diesen 24 Tagen ganz weit weg wünschen. Denn gerade die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest können wirklich in Stress ausarten: Da müssen Geschenke gekauft und verpackt werden, die Wohnung für Heiligabend geputzt werden – und wer soll eigentlich auch noch Plätzchen backen und den Tannenbaum aufstellen?

Für alle, die bereits zu Nikolaus zum Weihnachtsstress übermannt wurden und alle Weihnachtsmuffel haben wir uns deshalb Gedanken gemacht, wie man vor dem Weihnachtsstress ins Museum entfliehen kann!

Weihnachtsöffnungszeiten ausgewählter bayerischer Museen

Während Andere zuhause um den Christbaum sitzen und Weihnachtslieder singen, könnt ihr die Museen zu den Weihnachtsöffnungszeiten in Stille genießen:

Liste der Weihnachtsöffnungszeiten der Museen der Stadt Nürnberg

Regensburg: Städtische Museen alle am 26.12. geöffnet

Augsburg: Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Zweiter Weihnachtsfeiertag sowie Neujahr von 10-17 Uhr geöffnet, Achtung: Aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe im Zentrum von Augsburg und der damit einhergehenden Evakuierung bleiben alle Häuser der Kunstsammlungen und Museen nun doch am 25.12.16 geschlossen!

Würzburg: Mainfränkisches Museum, 26.12 geöffnet, 10-16 Uhr

München: Pinakotheken, Museum Brandhorst und Sammlung Schack 26.12. geöffnet

Eine Übersicht zu den Weihnachtsöffnungszeiten der Münchner Museen findet ihr hier!

 

5 sehenswerte und garantiert nicht-weihnachtliche Ausstellungen für Weihnachtsmuffel

 

Kunsthalle München: Spaniens Goldene Zeit. Die Ära Velázquez in Malerei und Skulptur

25. November 2016 bis  26. März 2017, 25.-26.12. geöffnet

Das Siglo de Oro, das sogenannte goldene Zeitalter Spaniens, zählt zu den faszinierendsten Kapiteln der abendländischen Kunstgeschichte. Ausgerechnet in jenem Jahrhundert, in dem das bis dahin mächtigste Land Europas zusehends seine politische Hegemonie verlor, erreichte seine Kunst ihre größte Blüte mit Werken solch brillanter Meister wie Velázquez, Zurbarán oder Murillo. Die Ausstellung wird Malerei und Bildhauerei umfassen und ein überraschend facettenreiches Panorama des spanischen Siglo de Oro präsentieren, wie es in diesem Umfang außerhalb Spaniens bislang nicht zu sehen war.

Diego Velázquez, Bildnis einer Dame, um 1630–1633,© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Foto: Jörg P. Anders

Diego Velázquez, Bildnis einer Dame, um 1630–1633,© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Foto: Jörg P. Anders

Botanischer Garten München: Tropische Schmetterlinge

17. Dezember 2016 bis 19. März 2017, 25.-26.12. geöffnet

Hell, warm, mit einer Luftfeuchte von meist über 90% – hier fühlen sich die tropischen Schmetterlinge wie zu Hause. Über 400 Falter tummeln sich während der Sonderausstellung im Mangrovenhaus des Botanischen Gartens. Keine Glaswand und kein Netz trennen die Besucher von den Tieren. Das Schlüpfen aus den Puppen, die Nahrungsaufnahme, das Flugverhalten, die Paarung, die Eiab¬lage und vieles mehr kann aus nächster Nähe miterlebt werden.

Schmetterlingsfütterung

Schmetterlingsfütterung im Botanischen Garten, Foto: Botanischer Garten München

 

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg: Karl IV.

20. Oktober 2016 bis 5. März 2017, am 26.12. geöffnet

Das 14. Jahrhundert war eine Zeit der Krisen und des Umbruchs: Die Pest wütete in weiten Teilen Europas, Naturkatastrophen und Hungersnöte forderten viele Opfer. Zugleich erlebten Architektur, Technik, Kunst und Kultur einen Aufschwung, besonders in den mit Kaiser Karl IV. verbundenen Reichs- und Bischofsstädten. Prag erhielt die erste Universität Mitteleuropas und entwickelte sich zur Metropole. Die Prager Hofkunst wirkte stilbildend. Daneben wurde die freie Reichsstadt Nürnberg, der zweithäufigste Aufenthaltsort des Kaisers, durch großzügige Stiftungen Karls IV. vielfältig gefördert. Der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik nehmen den 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. zum Anlass für eine gemeinsame Landesausstellung. Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert die spannende Geschichte des spätmittelalterlichen Herrschers.

madonnentafel-der-zisterzienserabtei_presse

Madonnentafel der Zisterzienserabtei Zbraslav (Königsaal), Prag, um 1345-1350, Foto: Radovan Boček

Stadtmuseum Wasserburg: Rainer Devens – Haus und Stadt

nur noch bis 6. Januar 2017 zu sehen!

Die Ausstellung vereint unter dem Titel „Haus und Stadt“ zwei Werkzyklen des Wasserburger Künstlers Rainer Devens. Während im Sonderausstellungsraum des Museums seine über drei Jahrzehnte entstandenen „Wasserburger Häuser“ zu sehen sind, beleben seine abstrakteren Werke – die „Hausgedanken“ – an entscheidenden Stellen die Dauerausstellung des Museums und erlauben so ganz neue Perspektiven auf dessen Sammlung und Gebäude.

architekturdetail-rosa-portal

Rainer Devens, Architekturdetail, Acryl auf Leinwand, 2004 Alle Gemälde Rainer Devens, Veröffentlichung und Nutzung nur in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstattung „Rainer Devens – Haus und Stadt“ vom 19.10.16 bis 6.01.17 im Museum Wasserburg.

Fränkische Schweiz-Museum Pottenstein: Tatort Franken: Der Kupferstecher Abraham Wolfgang Küffner und der falsche Dürer

nur noch bis 8. Januar 2017 zu sehen!

Was hat das berühmte Dürer-Portrait in der Alten Pinakothek in München mit dem Nürnberger Kupferstecher Abraham Wolfgang Küffner zu tun? Als 1801 die Franzosen während der Besetzung Nürnbergs Kunstschätze für den Louvre beschlagnahmten, war Küffner am Austausch eines Dürer Portraits gegen eine Kopie beteiligt. Jahrelang galt er deshalb als Urheber dieser Kopie. Erst neuere Forschungen widerlegten dies. Hingegen war Küffner als Agent und Kunstsachverständiger maßgeblich am Verkauf des Originals an die damalige kurfürstliche Galerie in München, die heutigen Staatsgemäldesammlungen, beteiligt. Die Ausstellung stellt nicht nur den herausragenden Künstler und die Entstehung eines Kupferstiches vor. Sie beleuchtet auch den aktuellen Erkenntnisstand um den „Kunstkrimi“ und die Beteiligung Abraham Wolfgang Küffners. Besucher erfahren so auch, mit welchen kriminalistischen Methoden heute Untersuchungen an Kunstwerken durchgeführt werden.

 

Abb. ganz oben: Grafik von Jana Walter

 

Jana Walter & Anna Blenninger

mehr Museumsperlen für dich

Wir verwenden Cookies bei deinem Besuch auf unserer Webseite. Indem du unsere Webseite benutzt, stimmst du unseren Datenschutzrichtlinien zu. Akzeptieren Mehr erfahren

Privacy & Cookies Policy