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Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen

by Sabine Wieshuber

Helau, alaaf, ahoi, narri-narro und wau wau! Draußen auf den Straßen feiern große und kleine Mäuse, Marienkäfer, Raubkatzen und Froschkönige Karneval und Fasnacht. Aber im Museum? Auch da sind Tiere gar nicht so ungewöhnlich, wie ihr vielleicht denkt… Wir zeigen euch einige Ausstellungen und Museen, wo ihr Tiere diese Faschingsferien und auch sonst mal ganz anders erlebt als beispielsweise im Zoo. Als Zeuge vergangener Zeiten, auf bekannte Gemälde gebannt und in ganzen Sonderausstellungen, die sich der Beziehung zwischen Mensch und ihren Lieblingsvierbeinern widmen. Heute möchten wir euch Museen und Ausstellungen in München rund um das Thema „Tier“ vorstellen…

Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen

Treue Freunde. Hunde und Menschen
Bayerisches Nationalmuseum
28. November 2019 – 19. April 2020

Eigentlich mochte der König Hunde nicht wirklich, nur diesen: dieser zottelige kleine Kumpan war der „Lieblingshund“ von Ludwig I (so der Vermerk auf dem Gemälde). Welche Persönlichkeiten kennt ihr, die auf den Hund gekommen sind? Der exzentrische Rudolf Mooshammer und sein Yorkshire Daisy? Die Queen und ihre Corgis oder Richard Wagners Hund Peps? Wie schaut es mit euch aus? Seid ihr eher Hunde- oder Katzenmenschen?
Um die vielschichtige Beziehung zwischen Hund und Mensch dreht sich die Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“. In den 12 Abteilungen trefft ihr prominente Hundehalter, Hunde als Freund und Gefährte, Hunde als Macht- oder Statussymbol, Hunde als Helfer und Spielgefährten, aber auch die kritische Seite der Beziehung zwischen Mensch und Hund wird beleuchtet. Zu sehen sind die Vierbeiner auf Kunstwerken, als Plastik, Spielzeug, Porzellan- und Holzfigur.

Für Kinder gibt es ein Begleitheft. #BNMArtdogs

Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen
400 wunderschöne Falter fliegen frei im Wasserpflanzenhaus

Tropische Schmetterlinge
Botanischer Garten München-Nymphenburg
20. Dezember 2019 – 15. März 2020

Flickflack, flatterdiflickflack, wie Eric Carle den Flug eines Schmetterlings treffend beschrieb, ist derzeit in allen Größen und Farben im Wasserpflanzenhaus im Botanischen Garten zu erleben. Mit faszinierender Leichtigkeit fliegen selbst handgroße Schmetterlinge an euch vorüber. Im Wasserpflanzenhaus heißt es genau hinzuschauen: Die Eier, Kokons sind auch an den Pflanzen zu finden und der eine oder andere Schmetterling ruht sich in einer Nische aus.

Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen

Museum Mensch und Natur

Das Museum Mensch und Natur zeigt Naturkunde als Erlebnis. In der Abteilung „Zum Fressen gern – von den Mahlzeiten der Tiere“, geht es darum wie sich Tiere ernähren. Die ersten drei Großdioramen stellen ganz verschiedene Nahrungstypen vor: das Känguru als Pflanzenfresser, den Löwen als Fleischfresser und das Wildschwein als Allesfresser.
Highlight und allseits beliebt ist der Ausstellungsbereich „Spielerische Naturkunde – nicht nur für Kinder“. An interaktiven Stationen lernt man erstaunliches aus der Tier und Pflanzenwelt.

Bis zum 24. Mai läuft noch die Ausstellung Alle Zeit der Welt. Vom Urknall zur Uhrzeit. Auch in den Ferien finden Familienführungen und Workshops statt!
Übrigens falls ihr es noch nicht wusstet: das Museum Mensch und Natur schließt dieses Jahr und öffnet dann größer und schöner als Biotopia-Naturkundemuseum Bayern wieder!

Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen
Eines der Highlights im Lenbachhaus: Franz Marc, Blaues Pferd I, 1911, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Der Blauer Reiter – Teil der ständigen Sammlung

Wer kennt sie nicht, das blaue Pferd, den Tiger und die fröhlich springenden Kühe? Sie zählen zu den bekanntesten Werken der Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Das Lenbachhaus besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter, einer der bedeutendsten Künstlergruppen der Klassischen Moderne. Von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin gegründet, hatte der Blaue Reiter zum Ziel, mit alten Maltraditionen zu brechen und eine neue Plattform für eine „Neue Kunst“ und künstlerische Ausdrucksformen zu schaffen.

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Paläontologisches Museum

Wolltet ihr schon immer mal einem 10 Millionen Jahre alten Urelefanten in die Augen(höhle) schauen? Ein seltenes Exemplar des Urvogels Archaeopteryx bewundern oder über den größten und den kleinsten Dinosaurier Bayerns staunen? Um den Lichthof aufgereiht werden die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens anhand von Fossilien von Tieren und Pflanzen ausgestellt. Gesammelt wird hier schon seit dem 18. Jh., und so finden sich zahlreiche Schätze aus der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere, von Reptilienskeletten aus der Zeit vor den Dinosauriern bis hin zu Säugetieren aus der jüngeren Erdgeschichte wie Säbelzahntiger, Höhlenbär und Riesenhirsch. Und auch der einstigen Pflanzenwelt in Bayern ist eine Abteilung gewidmet.

Tierisch viel Spaß! Hund, Katze, Maus in Münchner Museen
Foto: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

An den zwei kommt keiner vorbei: an Wildschwein und Hecht in der Fußgängerzone. Wusstet ihr, dass die beiden die Eingangstür zum Deutschen- Jagd- und Fischereimuseum bewachen? Das Museum ist in der ehemaligen Augustinerkirche untergebracht. Es zeigt alles rund um die Themen Jagd und Fischerei. Besonders toll für Kinder sind der „Waldpfad“ (da könnt ihr sogar in einen Fuchsbau hineinklettern) und die „Wasserwelten-Fischgeschichten“.

Hund, Katze, Maus. Tiere in Alltag und Mythos 
Staatliche Antikensammlungen
30. Juni 2020 – 28. März 2021

Wenn wir heute mit einem Tier zusammenleben, dann ist das nur noch selten ein Nutztier. Katzen und Hunde, die uns am häufigsten begleiten, sind Spielkameraden. Nur selten haben sie noch eine praktische Funktion, etwa als Blindenhund.
Die Ausstellung in den Staatlichen Antikensammlungen führt in eine vergangene Welt. In der Antike waren Tiere für die Menschen überlebenswichtig: Ohne einen Ochsen, der den Pflug zog, war kein Ackerbau möglich. Schafe und Ziegen, die auch auf den kargen Hängen Griechenlands Nahrung fanden, lieferten Wolle und Milch. Mit dem Abfall aus dem Haus wurde ein Schwein gemästet, welches dann den Göttern geopfert wurde. Pferde waren dagegen ein Luxusgut und Statussymbol der Elite, so wie auch Jagd- oder Schoßhunde. Denn nur reiche Menschen konnten es sich leisten, die Tiere oder den Hund mit ausreichend Futter oder Fleisch zu versorgen.

Noch mehr tierische Inspirationen…

Na, seid ihr neugierig geworden? Geht doch einfach mal auf Tierspuren-Suche auch durch die anderen Münchner Museen. Bei eurer Detektivarbeit werdet ihr entdecken, wie viel „Getier“ zum Beispiel in den Gemälden in der Pinakothek der Moderne, in der Alten Pinakothek, im Ägyptischen Museum, in der Antikensammlung oder im Museum Fünf Kontinente kreucht und fleucht…

Viel Spaß bei eurer München-Safari! Wenn ihr weitere Inspirationen sucht, dann schaut doch mal auf unserem Museumsportal München vorbei oder folgt uns auf Instagram/Twitter/facebook… #mupomuc

Abb. ganz oben: Mosaik aus der NewYorker U Bahn Station 23rd nach einem Entwurf von William Wegman, gefertig wurde sie in den Werkstätten der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München. Jetzt zu sehen in der Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen” im Bayerischen Nationalmuseum

Aislinn Merz

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