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Familienspaß – Weihnachtsferien im Museum

by Sabine Wieshuber

Endlich sind alle zusammen und haben Zeit, mal wieder gemeinsam was zu unternehmen! Aber was könnte man bloß in den Weihnachtsferien machen? Besonders wenn’s draußen mal wieder stürmt und schneit… Unser Tipp: ab ins Museum, da ist es schön warm und manchmal echt kuschelig (siehe unten). Vor allem aber wirklich spannend: wir haben hier acht Familien-Ausstellungen für euch zusammen getragen, bei denen alle auf ihre Kosten kommen – kleine Forscher, große Sammler, Mathe-Genies und Mathe-Hasser, Hobby-Biologen und Hundefreunde, Baumeister, fleißige Ameisen und selbst mürrische Teenager. Wir sagen nur: Sneaker, Chucks und Doc Martens…

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Quasiperiodisch und macht doch Spaß: das Penrose Puzzle. Foto: Mathematikum Gießen e.V.

Tipps für die Weihnachtsferien

Mathematik zum Anfassen
Stadtmuseum Deggendorf
13. November 2019 – 1. März 2020

Mathe ist doof? Stimmt gar nicht! Ohne x-Gleichungen, Formeln auswendig lernen und komplizierte Textaufgaben macht Mathe echt Spaß! Das Stadtmuseum Deggendorf setzt seine Reihe der beliebten Mitmachausstellungen fort: Seifenblasen, Kugelbahnen, Knobelspiele und Puzzles machen eine der ältesten Wissenschaften greifbar. In Zusammenarbeit mit der MINT-Region Niederbayern zeigt die Wanderausstellung des Mathematikum Gießen mathematische Phänomene, die ihr direkt und spielerisch erleben könnt.

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Der Teddy-Doktor hält in Wunsiedel Sprechstunde. Foto: Fichtelgebirgsmuseum

Die Welt der Teddys! Sammlung Lutz Reike, Dresden
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
22. November 2019 – 13. April 2020

Lebensgroße und kleine Teddys, Winnie Puh und Paddington, Teddy-Piloten und plüschige Husaren – Lutz Reike aus Dresden sammelt sie alle. Über 200 Stück hat er zusammen getragen. Seit der Erfindung der Kuschelbären vor 117 Jahren begeistern sie große und kleine Menschen.
Für die Kleinen Gäste stehen Mitmachstationen bereit. Die Eiligen können sich an einem Teddy-Automaten eine Erinnerung „ziehen“ oder mit Muße den Museumsshop besuchen.

Zur Ausstellung gibt es ein bäriges Rahmenprogramm: den Vortrag „Der Teddybär erzählt – Die Geschichte der Spielzeugtiere“ am 9. Februar 2020 ab 14 Uhr mit Sammler Lutz Reike, Dresden.
Den
Expertisentag Teddys und Plüschtiere am 21. und 22. März 2020 von 11 bis 16 Uhr mit Steiff-Spezialist und Plüschtierexperte Daniel Hentschel aus Rheine
Die
Teddydoktor-Sprechstunde am 21. und 22. März 2020 von 11 bis 16 Uhr

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Kartoffeltheater „Hallodri“ und „Gouvernante“, Handpuppen aus Kartoffeln, 2019. Bezirksmuseum Dachau, Foto: Ursula Nauderer

Die Kartoffel. Eine Familien-Ausstellung über das bekannteste Lebensmittel unseres Alltags
Bezirksmuseum Dachau
5. April 2019 – 26. Januar 2020

60 Kilo Kartoffeln verfuttern wir Deutschen im Durchschnitt jedes Jahr pro Kopf: gekocht, gebraten, geschnitten oder püriert, als Reiberdatschi – und über die Hälfte davon in Form von Pommes frites oder Chips. Doch wie kam die Knolle aus der Familie der Nachtschattengewächse zu uns? Es waren Seefahrer, die zu Beginn der Neuzeit die Kartoffel aus Südamerika nach Europa brachten, wo sie zunächst nur für ihre schöne Blüte geschätzt wurde. Erst im 18. Jahrhundert setzte sie sich nach und nach auch als Nahrungsmittel durch. In Preußen förderte Friedrich der Große den Anbau per Erlass. In Bayern war es der als Graf Rumford bekannte Benjamin Thompson, der sich als Sozialreformer nicht nur für das Wohl der Soldaten, sondern auch der armen Bevölkerung einsetzte und die Kartoffel als Volksnahrungsmittel propagierte. So eroberten die Erdäpfel erst im Lauf des 19. Jahrhunderts unsere heimischen Felder und auch die Küchen.
Die abwechslungsreiche Ausstellung bietet mit interaktiven Stationen, Ratespiel und Film Wissenswertes und Unterhaltsames für Groß und Klein.
Passend dazu ist eine Broschüre mit vielen Rezepten, Spiel- und Bastelideen erschienen.

Führungen am 26. Dezember 2019, 6. und 26. Januar 2020, jeweils um 14 Uhr.

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Die Spinne ist eine Meisterin stahlharter Konstruktionen. Foto: Martina Strilic, Edwin Scharff Museum

Architektierisch. Bauten von Mensch und Tier
Edwin Scharff Museum Neu-Ulm
17. November 2019 – 19. September 2021

Spinne, Ameise, Biber, Eisbär und Orang Utan erzählen, was, wie und wo sie bauen und warum. Tiere bauen instinktiv. Sie wissen einfach, welches Material, welcher Standort, welche Größe und welche Konstruktion die Richtige für ihre Nester, Kammern, Gruben oder Stöcke ist. Menschen dagegen haben viele verschiedene Bedürfnisse und Ideen. Mit ihren Architekturen wollen sie alles Mögliche erreichen und zeigen. Dabei tauchen für die Planerinnen, Architekten, Handwerker und Technikerinnen viele Fragen auf.
Gut, dass es äußerst geschickte und sehr erfahrene Vorbilder gibt: die Tiere. Die Spinne etwa kann stahlharte Netze spinnen. Die Ameise ist eine pfiffige Solar- und Klimaforscherin. Die Köcherfliege tarnt sich geschickt, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Und von Orang-Utans könnt ihr einiges für die eure Baumhaus-Konstruktionen abschauen.
Bloß ansehen gilt eh nicht, hier habt ihr richtig viel zu tun. Eine Brücke oder ein Baumhaus bauen, Fassaden ausdenken, planen und Traumhäuser realisieren. Dabei mit möglichst wenig Energie oder Grundfläche auskommen. Ob mit Schere und Kleber, mit Schnur und Feile, mit Computer und Wasserwaage, ob abgefahren, nützlich, stabil oder wagemutig – lasst euch von den Tieren inspirieren!

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Das schiefe Zimmer stellt eure Wahrnehmung auf den Kopf. Foto: Museum und Galerie Schwabmünchen

Fühlmal. Eine Mitmach-Ausstellung zum Fühlen
Stadtmuseum Aichach
5. Oktober 2019 – 1. März 2020

Echt oder unecht? Glatt oder rauh? Schief oder gerade? Vertraut auf eure Sinne! Oder lieber doch nicht? Der französische Schriftsteller Henry de Montherlant hat einmal gesagt: „Das Charakteristikum der Intelligenz ist Ungewissheit. Tasten ist ihr Werkzeug.“ Doch wie oft geben wir uns im Alltag noch in Besonnenheit dem Tasten und Fühlen hin? Die neue Sonderausstellung, konzipiert vom Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen, lädt euch ein, an speziellen „Fühlstationen“ aktiv und spielerisch eure Sinne zu testen und dabei vieles über die menschliche Wahrnehmung zu lernen. Ein besonderes Erlebnis stellt hierbei das „Schiefe Zimmer“ dar, in dem unsere Wahrnehmung auf den Kopf gestellt wird.

Und was ist in München los?

Das gesamte Ferienprogramm der Münchner Museum findet ihr auf dem Museumsportal München.
Drei spannende Ausstellungen stellen wir euch hier vor.

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Licht macht gute Laune! Foto: Kindermuseum München

Licht an. Licht aus. Eine Mitmachausstellung für Kinder ab 4 Jahren
Kindermuseum München
12. Oktober 2019 – 19. April 2020

Licht an! Und los geht’s, auf Entdeckungsreise in die faszinierende Welt des Lichts. Ohne Licht wäre alles dunkel und die Erde kalt und unbewohnbar. Ohne Licht gäbe es kein Leben, keine Photosynthese, kein Pflanzenwachstum, keinen Sauerstoff und keine Farben.
Licht ist nicht greifbar, aber es macht gute Laune. Es gestaltet uns Tag und Nacht und damit unser Leben. Licht ist Energie und der Mensch macht sich diese zu Nutze. Er erschafft künstliches Licht und kommuniziert sogar damit. Was aber genau ist das Licht? Warum ist eine Banane gelb? Wie kann man Dinge mit Licht bewegen? Und warum sind Schatten manchmal gruselig? Findet es heraus!
Friert euren Schatten ein, gestaltet am Lichttisch Reflexionen und Lichtbrechungen, zeichnet mit Lasern, zerlegt das Lichtspektrum in alle Farben des Regenbogens, experimentiert mit unterschiedlichen Effekten im Lichtspielraum und lasst in der Schwarzlichtwerkstatt wilde Muster entstehen.

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
Der Mops gehört zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt! Siegfried – Treue Freunde © Print & Coffee

Treue Freunde. Hunde und Menschen
Bayerisches Nationalmuseum München
28. November 2019 – 19. April 2020

Wau wau, woof woof, waf waf und bau bau – auf nach München mit Gebell: es gibt große und kleine Hunde, wuschelige und glattharige, langohrige und stehorige, kläffige und gemütliche, edle Tiere und freche Köter. Seit jeher sind die anhänglichen Rudel-Vierbeiner unsere treuen Freunde und Begleiter. Das spiegelt sich auch in der Kunst und Kulturgeschichte wieder.
Das Bayerische Nationalmuseum untersucht diese Lebens-Verbindung zwischen Hund und Mensch in einer umfassenden Ausstellung. Mehr als 200 Werke, darunter hochrangige Arbeiten der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, führen euch das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis vor Augen.

Familienspaß - Weihnachtsferien im Museum
These boots are made for dancing: „Let’s Rave!“ Buffalos, 1998 Techno-Boots, um 1990 © Münchner Stadtmuseum


Ready to go! Schuhe bewegen
Münchner Stadtmuseum
15. November 2019 – 21. Juni 2020

Seid ihr auch absolute Shoe-aholics? Wie viele Paar Schuhe stehen bei euch im Regal? Bestimmt nicht so viele wie im Münchner Stadtmuseum: dort sind’s derzeit über 500 Paar! Die Ausstellung nimmt euch auf einen Rundgang mit kulturhistorischen und soziologischen Aspekten mit. Neben Sneakern, Boots & Co. werden als Kontrast auch chinesische Schnürschuhe, Rokoko-Pumps, Holzpantinen – sowie etwa 30 herausragende und zum Teil bizarre Schuhobjekte internationaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert.

Abb ganz oben: von der Köcherfliege können Baumeister was lernen. Foto: Martina Strilic, Edwin Scharff Museum Neu-Ulm

Nathalie Schwaiger

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